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Padel

Dynamik mit System entwickeln

Padel hat sich 2025 in der Schweiz von der Trend- zur strukturierten Sportart entwickelt. Dabei hat Swiss Tennis Padel in kurzer Zeit tragfähige Strukturen im Wettkampf, der Ausbildung und der Förderung geschaffen und die Entwicklung landesweit spürbar vorangetrieben.

Ende 2025 verzeichnet Swiss Tennis Padel über 1 650 aktive Lizenzen bei insgesamt 3 350 erfassten Konten. 50 Mitgliederclubs und -center sind schweizweit angeschlossen, das sind viermal mehr als noch im Vorjahr. 250 offizielle Turniere wurden in verschiedenen Kategorien organisiert, das eigene Rankingsystem eingeführt und erstmals der Swiss Tennis Padel-Interclub mit 50 Teams und knapp 300 gespielten Partien durchgeführt.

Diese Zahlen stehen für mehr als Wachstum. Sie sind gleichbedeutend mit einer nachhaltigen Struktur.

Der Breitensport als Fundament

Die Entwicklung von Padel basiert auf einer starken, wachsenden Basis regelmässiger Spieler:innen. Der Ansatz von Swiss Tennis Padel ist klar: Padel für alle.

Kinder und Jugendliche erleben Padel als schnellen, spielerischen Einstieg in den Wettkampfsport. Seniorinnen und Senioren profitieren von einem gelenkschonenden, geselligen Bewegungsangebot. Ziel ist es, Padel generationenübergreifend zu verankern und niederschwellig zugänglich zu machen.

Die Erweiterung der Basis ist spür- und messbar: Zielgruppenspezifische Wettbewerbsformate wie Juniorenmeisterschaften, Seniorenligen und inklusive Events wollen wir weiter ausbauen. Parallel dazu streben wir eine Verdreifachung der aktiven Lizenzen in den nächsten drei Jahren an.

Ausbildung als Qualitätsgarantie

Ein von uns angestrebtes nachhaltiges Wachstum verlangt nach qualifizierten Trainer:innen. Swiss Tennis überträgt seine langjährige Erfahrung in der Professionalisierung der Tennisausbildung deshalb konsequent auf Padel. Seit zwei Jahren werden ganzjährig Padel-Workshops durchgeführt, mittlerweile finden 10 solcher Anlässe pro Jahr statt. Ab 2026 folgt eine klar strukturierte Ausbildungsarchitektur mit systematischem Spielerentwicklungsmodell, Coach-Ausbildung und gezielter Clubunterstützung. Ein zentraler Meilenstein wird die Einführung der Berufsprüfung «Padellehrer:in mit eidgenössischem Fachausweis» sein. Damit erhält Padel eine formell anerkannte, nationale Ausbildungsbasis.

Nachwuchs gezielt fördern

Um den Hype rund um Padel besser zu nutzen, erhalten Jugendliche weiterhin eine kostenlose erste Lizenz sowie vergünstigte Turnieranmeldungen. Gleichzeitig wird ein geordnetes System zur Talenterkennung aufgebaut, um vielversprechende Spieler:innen frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu begleiten. Dieser Ansatz schafft nicht nur Perspektiven für zukünftige Spitzenspieler:innen, sondern etabliert eine gemeinsame Padel-Kultur in der ganzen Schweiz.

Das nationale Leistungszentrum

Am 16. August 2025 wurde im Padelta-Standort Biberist (SO) das erste Nationale Leistungszentrum für Padel in der Schweiz eröffnet. In Partnerschaft mit Padelta entstand dort ein zentraler Ort für Training, Wettkampf und Community. Die neue Halle umfasst insgesamt acht Courts sowie eine Tribüne für mehrere hundert Zuschauer:innen. Damit erhält der Padelsport in der Schweiz erstmals ein nationales Kompetenzzentrum. Auch im Spitzensport wurden erste Strukturen etabliert: Swiss Tennis Padel organisierte Trainingsblöcke für die Elite im neuen Nationalen Leistungszentrum. Auch diese Dienstleistung soll künftig massiv ausgebaut werden.

«Unser Nationales Leistungszentrum markiert einen strategischen Meilenstein: Talente entwickeln, Spitzenathlet:innen fördern und im Breitensport Padel nachhaltig im Schweizer Sportsystem verankern.»

Matthieu Amgwerd, Verantwortlicher Padel

Trotz sportpolitischem Stillstand konsequent aufbauen

Die verbandspolitische Situation rund um die Padel-Hoheit bleibt in der Schweiz vorerst ungelöst. An der Versammlung des Sportparlaments von Swiss Olympic vom 14. November 2025 in Ittigen wurde das Aufnahmegesuch des bestehenden Vereins Swiss Padel klar abgelehnt. Ein neues Gesuch kann in den kommenden fünf Jahren nicht eingereicht werden.

Swiss Tennis ist hingegen seit vielen Jahren Mitglied von Swiss Olympic und hat Padel als zusätzliche Sportart landesweit strukturiert aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Der Ausbau erfolgt flächendeckend und mit messbarem Erfolg: Ein grosser Teil der Padelanlagen in der Schweiz ist in bestehenden Mitgliedclubs und -centern entstanden oder wird von strategischen Partnern betrieben.

Ein allfälliger Entscheid von Swiss Olympic zur formellen Integration von Padel in das Portfolio von Swiss Tennis wird frühestens 2027 erwartet. Unabhängig davon bleibt die strategische Ausrichtung klar: Swiss Tennis Padel wird die Sportart für Mitglieder und Community weiterhin nachhaltig entwickeln, professionalisieren und verankern.

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